Die Suche nach Glück

„Je mehr er nach Glück jagt, umso mehr verjagt er es auch schon. Um dies zu verstehen, brauchen wir nur das Vorurteil zu überwinden, dass der Mensch im Grunde darauf aus sei, glücklich zu sein; was er in Wirklichkeit will, ist nämlich, einen Grund dazu zu haben. Und hat er einmal einen Grund dazu, dann stellt sich das Glücksgefühl von selbst ein. In dem Maß hingegen, indem er das Glücksgefühl direkt anpeilt, verliert er den Grund, den er dazu haben mag, aus den Augen, und das Glücksgefühl selbst sackt in sich zusammen. Mit anderen Worten, Glück muss erfolgen und kann nicht erzielt werden.“

Viktor Frankl, aus „Der Wille zum Sinn“

Ein neues Jahr steht vor der Tür und die jährliche Abrechnung holt uns unbarmherzig ein. Eine Flut von Vorsätzen oder ein unaufhörlicher Drang dem zu widerstehen, und leicht und unbefangen ins neue Jahr zu gleiten, stellen sich langsam ein. Wie auch immer wir es handhaben ist es meist eine Zeit der Retrospektive, und das ist auch gut so. Einmal alles Revue passieren lassen und sich über die guten, wie auch schlechten Dinge freuen, und sie abzuheften, zu verstauen und Platz zu machen für das NEUE! – ja – das NEUE! – Da beginnen sie dann auch wieder die Vorsätze … der Wunsch nach dem außerordentlich perfekten Ich – das auch bestimmt ab morgen durch die Gegend spazieren wird. Wir wissen alle genau wie die Geschichte weitergeht … also vergessen wir das!!!

Worauf gründen sich dieser Wunsch und all die Vorsätze, wenn nicht auf einem Streben nach Glück?
Wäre dies so, und jenes anders dann …
aber stellt sich das Glück tatsächlich ein, wenn … ?

Viktor Frankl – eine außerordentliche Persönlichkeit, berühmt geworden durch sein Buch „... trotzdem Ja zum Leben sagen“, war der Ansicht, dass der Mensch in allen Dingen Sinn finden kann. Er selbst durchlebte die Grauen der Konzentrationslager und fand selbst dort Sinn. (Wer das Buch nicht kennt – dringende Empfehlung es auf die Leseliste fürs nächste Jahr zu setzen!)

Vielleicht, wenn wir heute in ein neues Jahr gehen, sollten wir nicht daran denken was uns fehlt, wer wir nicht sind und wie wir werden wollen, sondern darauf sehen, was wir haben und Sinn und Glück finden, wo wir gerade sind, wer wir gerade sind und vor allem mit wem wir die Zeit teilen dürfen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Jahr. Möge es ein Jahr werden gefüllt mit Freude und unzähligen Gründen glücklich zu sein, gefüllt mit Momenten in denen wir lachen können und Freizügigkeit diese zu teilen.

Ich danke euch allen für das Lesen meines Blogs und freue mich auf eure Beiträge nächstes Jahr und auf all die Entdeckungen die noch vor uns liegen!

Alles Liebe,

© Sabine Bruckner

3 Gedanken zu “Die Suche nach Glück

  1. Volltreffer,liebe Sabine Danke, das ist ein echter Aufsteller Werde diesen Beitrag zur Verhinderung etwelcher Selbstzweifel noch einige Male zu Gemüte führen .Ich wünsche Dir vor allem nur sanfte Landungen am richtigen Platz…….sei gesegnet. martha

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