Hinter der Tür #31

Gestern bin ich auf Mannis neues Fotoprojekt gestoßen, welches sich diesmal um Haustiere dreht. Da dachte ich, warum nicht wieder einmal einen Einblick hinter meine Tür geben. Oder in diesem Fall wohl besser, hinter die Tür meiner Familie. Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof und somit als Kind umgeben mit Tieren. Mittlerweile wohne ich schon lange in Wien, leider ohne Tiere, da ich immer viel gearbeitet habe und sämtliche Haustiere bei mir arm gewesen wären. So müssen die lieben Katzen bei meiner Mutter herhalten, wenn ich auf Besuch komme. Schon als kleines Kind mochte ich sämtliche vierbeinige Freunde, wie man hier schön sehen kann.

Kaum eine Katze konnte sich meiner Liebe entziehen, ob sie wollte oder nicht. Ich verspreche, dass dabei keine Katzen zu Schaden gekommen sind! 😉 Eine besonders große Freude war es immer, wenn es Nachwuchs gab, wer kann schon diesen kleinen süßen Kätzchen widerstehen. Schade nur, dass sie groß werden und nicht so klein und süß bleiben. Die letzten Jahre gab es kaum mehr kleine Kätzchen, weil man dann doch draufgekommen ist, dass es besser wäre sie zu kastrieren, anstatt Horden von kleinen Katzen zu produzieren. Vor einigen Jahren bekam meine Mutter dann eine Katze von einer Freundin und wir entschieden, dass sie doch einmal tragen könnte, bevor wir sie zum Tierarzt bringen. Ich sagte von Anfang an, dass es sicher gleich sechs Kätzchen werden. Meine Mutter meinte, dass es maximal zwei bis drei werden beim ersten Wurf. Zu meiner Freude sollte ich Recht behalten!

Dieser süße Nachwuchs hat dann eine Weile das Haus auf den Kopf gestellt und wir fragten uns, was wir nun mit acht Katzen machen, falls niemand eine möchte. Die Sorge war jedoch unberechtigt. Im nächsten Tiergeschäft hingen wir das schöne Foto von ihnen auf und sie waren schneller weg als wir dachten. So blieben wir mit zwei Katzen zurück. Eine davon, unser lieber Pupsi, kam auf tragische Weise ums Leben. So blieb es dann bei einer Katze, was der niedrigste Stand seit Jahren war. Aber das sollte nicht zu lange so bleiben. Eines Tages stand plötzlich ein Freund von meinem Bruder, unangekündigt, mit einer Schachtel vor der Türe. Darin war dann ein kleines schwarzes Kätzchen, das meine Mutter unbedingt nicht wollte. Wieder eine Katze mehr… wieder ein 15 Jahres Projekt! Nein gesagt hat sie aber dann doch nicht, und der kleine Neuzuwachs hat sich, zum Widerwillen unserer alt eingesessenen Katze, schnell breit gemacht.

Hier nun unsere zwei Lieblinge. Nach nur kurzer Zeit hatte unser Zuwachs schon einen Gips, wegen eines kleinen Zusammenpralls mit dem Auto vom Nachbarn. Wir haben schon eine Warnweste angedacht, damit man sie dann auch in der Nacht sehen kann. Über den Namen waren wir uns länger nicht einig. Schnell hieß sie Brexit, weil sie immer zur Tür ging und miaute, wenn man die Tür dann öffnete, sie aber sitzen blieb und keine Anstalten machte rauszugehen. So hat wohl jede Katze ihre Eigenheiten. Einer dieser Eigenheiten brachte ihr später den Namen Batman ein. Wie wir sie bis zu diesem Tage noch nennen.

Schönes Wochenende!
Shabbat Shalom und bis bald hinter den Türen!

© Sabine Bruckner

17 Gedanken zu “Hinter der Tür #31

  1. Vielen Dank für die Teilnahme an meinem Projekt !!! Ich gebe zu, ich war erstaunt darüber und mit dem habe ich nicht gerechnet ! Um so schöner dass du hier diese Geschichte erzählst ! Das Foto der 6 Neuankömmliche ist schon mega süß und da wundert es einen nicht dass die alle relativ schnell vergriffen waren ! Denke denen wird es alle gut gehen und ich weiß natürlich nicht ob du zu der einen oder anderen vielleicht sogar Kontakt hast !
    Sehr schön auch das Foto von dir aus jungen Jahren ! Da hat jemand richtig Freude !!!
    Also nochmals vielen lieben Dank für den Beitrag ! Manni

    • Danke dir! Dein Fotoprojekt kam gerade des Weges, als ich auf der Suche nach einer Idee war für die nächste Tür – da dachte ich das passt doch perfekt, um unsere kleinen Vierbeiner einmal zu zeigen. So danke dir für deine tollen Ideen und deinen schönen Blog. Schau immer gerne vorbei. Freut mich ich konnte so auch wiedermal teilnehmen an einem deiner Projekte 🙂 – Herzliche Grüße, Sabine

      • ich habe zu danke für das Lob „! Klar es freut einen wenn Blogger daran teilnehmen und man nicht den Eindruck hat alles umsonst gemach zu haben ! Derzeit ist Sendepause angesagt aber ich bin überzeugt mir fällt da schon wieder was neues ein ! Schönes Wochenende und danke nochmals ! VG Manni

      • Solange es einem selbst Freude macht ist es schon nicht umsonst. 😉 Natürlich noch schöner ist es, wenn viele daran teilnehmen und es so noch lebendiger wird. Ich würde gerne noch viel öfter bei viel mehr Sachen mitmachen, die mir gefallen, leider passt es nicht immer in meinen Blogkontext. So erfreue ich mich am Zusehen. Eine Pause zwischendurch kann nicht schaden. Freue mich dann schon, wenn du wieder mit neuen Ideen auftauchst und bin schon gespannt darauf. Wünsche dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße aus dem kalten und verregneten Wien.

  2. Was für eine schöne (Katzen)Geschichte. Meine Mutter hat auch eine „Brexit“, die ja eigentlich auf einen anderen Namen hört. Wenn sie was möchte, miaut sie den ganzen Tag, und meine Mutter versucht telepathisch, die königliche Stubentigerwünsche zu erraten. Futter? Miau, nein. Raus? Miau, überlege noch. Miau, nein zu kalt. Und so geht es weiter. Leider komme ich nur selten hin zum streicheln 🙂 Kleine Kätzchen sind auch was, dem ich kaum widerstehen kann. Am liebsten würde ich alle mitnehmen. Leider habe ich keine, aus denselben Gründen. Arbeit, und bisher das Reisen. Gut, mit dem Reisen hat es sich vorerst erübrigt, bliebe da die Arbeit. Ach ich warte einfach, bis ich in Rente bin 😉

    Liebe Grüße
    Kasia

    • Haha ja ich glaub das alle Katzen so eine kleine Brexit in sich haben und was die Prinzessinnen wollen ist auch immer so ein Mysterium. Katzen eben. 😉 Ich werde wohl auch warten müssen auf die Rente, bis es Hund und Katze gibt im Eigenheim… außer jemand steht plötzlich mit einer Schachtel vor der Tür … lets see 😅🤣

  3. Wir leben seit Ewigkeiten mit Tieren. Unsere Kinder schleppten bereits alles an, was Schutz brauchte. Heute leben wir mit einem Kater, den wir vor 5 Jahren aus dem Tierheim geholt haben und unsere Tochter mit zwei Hunden, die sie von der Straße gerettet hat.

    • Es ist schön mit Tieren aufzuwachsen und auch das ihr euch um die hilflosen Tiere kümmert. Früher am Bauernhof hatte mein Großvater sehr viele Tiere in einem Gehege und manchmal sind in der Nacht Leute gekommen und haben uns ihre Tiere über den Zaun geworfen, alles was Leute los haben wollten wurde uns vor die Tür gesetzt. Sie wussten mein Großvater hat ein gutes Herz und wird sich darum kümmern. So gab es oft Überraschungen als wir am Morgen zum füttern gingen und da plötzlich so mancher Neuzuwachs da stand.

  4. Liebe Sabine, es gibt nichts Schönes, als flauschige Dosenöffner, die sich abends in Wärmflaschen mit Ohren verwandeln. Meine beiden Norweger sind liebenswert und treu, wenn auch manchmal eigensinnig.

    Deine Fotos sind sehr schön. Danke fürs Zeigen.

    Liebe Grüße
    Gisela

    • Liebe Gisela, ja ich hoffe auch irgendwann wieder so ein paar flauschige, eigensinnige Wärmflaschen im Haus zu haben. Mit Tieren zu leben bereichert das Leben schon sehr.
      Herzliche Grüße, Sabine

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