Hinter der Tür #35

Am Montag dieser Woche fand in Israel der Jerusalemtag statt. An diesem Tag wird die Wiedervereinigung der Stadt gefeiert. Während des Sechstagekriegs 1967 eroberte Israel Ostjerusalem und die bis dahin getrennten Teile wurden wieder vereinigt. Es war ein sehr bedeutender Tag. Eine Überlebende erzählte mir, wie sie eingebunkert in ihrem Keller verharrte, als sie im Radio plötzlich hörte, dass Jerusalem wieder vereint wäre und sie wieder Zugang zur Klagemauer hätten. Sie war sichtlich berührt, als sie von diesem Tag erzählte. Kaum vorstellbar, was für eine Freude es für sie war. Dieses Ereignis wird nun jährlich am Jerusalemtag gefeiert. Heuer war der Tag überschattet mit Angriffen und einem Raketenhagel. Ich war selbst im Land vor einigen Jahren, als das letzte Mal die Raketen auf die Hauptstadt flogen. Ich fühle mit ihnen. Meine Gedanken sind bei ihnen und ich hoffe es wird bald wieder Ruhe einkehren. Nur drei Wochen vor der Wiedervereinigung Jerusalems 1967 schrieb Naomi Schemer ein Lied. Es sollte zu unglaublicher Bekanntheit gelangen, – „Jerusalem aus Gold“. Anlässlich des Jerusalemtag passt es doch perfekt. So hier für euch das Lied mit englischer Übersetzung. Viel Spaß beim Anhören!

Schönes Wochenende!
Shabbat Shalom und bis bald hinter den Türen!

© Sabine Bruckner

4 Gedanken zu “Hinter der Tür #35

  1. In der Tat ist das Lied ירושלים של זהב unglaublich schön, in der Interpretation der viel zu früh und so tragisch verstorbenen Ofra Haza geht es mir direkt unter die Haut. Für mich ist das die beste Fassung, auch wenn natürlich die Schlussszene aus „Schindlers Liste“, die mit diesem Lied unterlegt ist, ebenfalls enorm bewegt – aber da ist es mehr der Kontext des Films, der erzählten Geschichte und der Bilder.
    Danke, dass Du mir das Lied mal wieder in Erinnerung gerufen hast.

    • Sehr gerne! Ja im Film geht einem das Lieb auch extrem unter die Haut. Wie du schon sagst, aber auch der gesamte Kontext spielt da mit. Ich kann mich so gut erinnern, als ich die erste Überlebende getroffen habe, die auf Schindlers Liste war. Ich war sprachlos. Die zweite Dame die ich traf war auch im Film dabei und zeigte mir Fotos von sich und Schindler lange nach dem Krieg. Er besuchte „seine“ Juden noch viele Jahre später. Unglaubliche Begegnungen und Geschichten.

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